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EPILEPSIE
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Logopädie Epileptologie



Brigitte Dürig
Abteilungsleitung Logopädie

Je nach Grunderkrankung (CVI, Schädelhirntrauma, Entwicklungsstörungen etc.) können zusätzlich zu einer Epilepsie folgende Störungsbilder auftreten:

Zentrale Sprachstörungen (Aphasie)
zentrale Sprechstörung (Dysarthrie)
Sprechapraxie
Gesichtslähmung
Schluck- und Essprobleme (Dysphagie)

In solchen Fällen wird die Logopädie zur Abklärung, Beratung und eventuellen Therapie beigezogen.


Was ist Aphasie?


Logopädische Übung

Aphasie bedeutet Verlust oder schwere Störung der Sprache. Der Aphasiker/die Aphasikerin kann nicht mehr - oder nur fehlerhaft - SPRECHEN, VERSTEHEN, LESEN UND/ ODER SCHREIBEN. Aphasie trifft also Menschen, die vor der Erkrankung oder dem Unfall eine normale Sprachfähigkeit besessen haben und hat nichts zu tun mit Verwirrtheit, geistiger Behinderung oder psychischer Störung, eben so wenig mit Schwerhörigkeit oder Stimmlippenschädigung.

Das Ziel der Sprachtherapie ist es, dass die Betroffenen lernen, ihre Verständigungsfähigkeit zu verbessern und mit ihren verbliebenen kommunikativen Fähigkeiten und Störungen besser umzugehen. Dazu wenden wir spezielle therapeutische Methoden an, die nichts mit den Sprachübungen der Schulzeit oder mit dem Fremdsprachenunterricht zu tun haben. In der Therapie wird am sprachlichkommunikativen Ausdruck auf verschiedenen Ebenen wie Sprechen, Sprachverständnis, Schreiben und Lesen gearbeitet. Ziel der Therapie ist die Verbesserung der allgemeinen Kommunikationsfähigkeit.

Für jede Aphasikerin/jeden Aphasiker wird ein eigener Behandlungsplan entworfen. Gearbeitet wird entweder in den betroffenen Modalitäten oder besser erhaltene Fähigkeiten werden zur Deblockierung eingesetzt. Unter Umständen ist die Erarbeitung und der Einsatz einer Kommunikationshilfe (Kommunikationsordner, Kommunikationstafel etc.) notwendig.

Bei Patienten mit Sprach- und Kommunikationsstörungen sind individuelle Informationen an das Umfeld und eine Beratung der Angehörigen enorm wichtig..


Was ist Dysarthrophonie?


Übungen zur Aussprache

Bei einer Sprechstörung sind Organe, die an den Artikulationsbewegungen, an der Steuerung des Atemstromes oder an der Stimmgebung beteiligt sind, durch Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems beeinträchtigt. Bewegungen im Mundbereich können nicht mehr richtig ausgeführt werden, die Aussprache wird undeutlich und verwaschen. Die Therapie versucht, die betroffenen Funktionen einzeln und deren Koordination zu verbessern.


Was ist Sprechapraxie?

Patienten, die an einer Apraxie leiden, haben Schwierigkeiten, eine Handlungsidee in die Tat umzusetzen. Apraxien kann es ebenfalls im Mundbereich geben: Auch wenn keine Lähmung vorliegt, kann der Betroffene z.B. nicht auf Befehl den Mund spitzen oder pfeifen, obwohl ihm das spontan, ohne dass er sich darauf konzentriert, durchaus gelingen mag (buccofaziale Apraxie). Bei der Sprechapraxie haben Patienten manchmal Schwierigkeiten, die gewünschte Äusserung gezielt zu arikulieren, obwohl sie/er das Wort bereits gefunden hat und die Lautbildung nicht gestört ist.

Dysarthrophonie und Sprechapraxie können in Kombination mit einer Aphasie auftreten.


Was ist eine Gesichtslähmung?

Patienten mit einer (meist einseitigen) Gesichtslähmung zeigen vor allem Beeinträchtigungen der Mimik, des Sprechens und zum Teil des Essens und Trinkens. Der Mund- und Lidschluss kann unvollständig und die Aussprache undeutlich und verwaschen sein. Die Therapie richtet sich u.a. nach dem Konzept der kognitiv-therapeutischen Übung.


Was sind Schluckstörungen?


Therapie bei Schluckstörungen

Schluckstörungen (Dysphagien) machen sich v.a. beim Essen und Trinken bemerkbar und sollten gut beobachtet werden; häufiges Husten, Räuspern, Sich-Verschlucken oder eine gurgelnde Stimme können Anzeichen dafür sein. In der Therapie werden Stimulationen im Mundbereich durchgeführt, spezielle Schlucktechniken oder der Einsatz anderer Strategien/ Hilfsmittel erarbeitet und eingeübt.

Es kann unter Umständen auch erforderlich sein, die Konsistenz des Essens (z.B. püriert, kleingeschnitten, spezielle Schonkost) bzw. der Getränke (eindicken) zu variieren.


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